USB-Stick für sicheres Online Banking

Das IBM Zurich Research Laboratory stellt einen spezialisierten USB-Stick für sichere Online Transaktionen vor.

Ein Benutzer baut mit dem „Zone Trusted Information Channel“ (ZTIC) eine sichere Verbindung zum Server der Bank auf. Das Gerät erlaubt eine Echtzeitkontrolle von Transaktionsdaten.

Gefunden bei ECIN: Mehr Sicherheit im Online-Banking.

Bei YouTube finden Sie auch noch ein kurzes Video (engl.) zu IBM Zone Trusted Information Channel (ZTIC).

Online Shop mit Open Source Software oder mit proprietärer Software?

Zugegeben, als überzeugter und langjähriger Anhänger der freien Software stellt sich mir diese Frage nicht; ich gehöre der Fraktion der OSS Befürworter an.

Und ich freue mich, dass auch OXID die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Mit OXID eShop Community Edition betritt ein ernst zu nehmender Wettbewerber die Open Source Bühne. Dieser Wettbewerb kann auch nur der Weiterentwicklung von osCommerce – mit den Ablegern xt:Commerce und ZenCart – sowie von Magento u.a.m. dienlich sein.

Eine – auch aus meiner Sicht – sehr wahrscheinliche Entwicklung deutet Jochen Krisch in seinem Blog ExcitingCommercean:

Schon seit geraumer Zeit arbeitet Oxid an einem Strategiewechsel und setzt erlösseitig zunehmend auf Oxid eFire, ein Paket von nützlichen Zusatzservices, die Oxid-Händler aufgrund von Rahmenverträgen vergleichsweise kostengünstig und einfach zuschalten (und steuern) können. (…) und man muss kein Prophet sein, dass die Servicepakete irgendwann einmal auch Nicht-Oxid-Händlern zur Verfügung stehen werden. (Jochen Krisch)

Wenn das so kommt, werden wir Oxid eFire sicher auch mit Domus Apart testen.

OXID eShop 4 ist das Ergebnis einer zweijähriger Entwicklungszeit und soll folgende Verbesserungen aufweisen:

  • Bis zu 3-mal schneller als die Vorgängerversion
  • Schlankerer Code, bessere Erweiterbarkeit
  • Suchmaschinenoptimierung nach neuestem Stand der Technik
  • Social Features (Bewertungen und Rezensionen, Wunschlisten, tag-clouds, rich-media toolbar etc.)
  • Anbindung an OXID eFire (eBay, FactFinder, Webmiles, PayPal, Produkt- und Preissuchmaschinen etc.)
  • Optimiert hinsichtlich Robustheit, Verfügbarkeit und Sicherheit
  • Vorzertifiziert für „Trusted Shop“-Gütesiegel

aus der openPR-Pressemitteilung vom 30.10.2008

Roland Fesenmayr – Vorstandsvorsitzender OXID eSales AG – gegenüber internet world business:

Mit der heutigen Veröffentlichung unserer Shop-Lösung unter OpenSource-Lizenz schlagen wir ein neues Kapitel in unserer
Unternehmensgeschichte auf.
(Roland Fesenmayr)

Ich wünsche viel Erfolg!

Eyetrackung zur Untersuchung der Google Nutzung

Die Google-Suche ist der Quasi-Standard, wenn es darum geht, ein Produkt oder eine Dienstleistung im Internet zu finden.

Mit der Blickbewegungsregistrierung will Think Eyetracking genau die Stellen finden, die dem Google-Nutzer besonders ins Auge springen.

Eine vergleichende Untersuchung zeigt eine deutliche Verschiebung seit 2005.

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Die Kernaussage ist, dass die ersten drei Treffer nahezu die gesamte Aufmerksamkeit erhalten – Rang 6 ist bereits nicht mehr gut.

Nun, sehr repräsentativ ist diese Untersuchung mit 30 Probanden sicher nicht; es lässt sich allerdings ein Trend ableiten; und dieser Trend wird von weiteren Untersuchungen und Studien bestätigt.

In diesem Zusammenhang ist auch diese Untersuchung aus dem Jahre 2007 interessant: Just Looking or Keen to Buy? Eyetracking has the Answer (mit PDF).

Langer Text, kurzer Sinn: nach dieser Einleitung komme ich nun zu meinem heutigen Lesetipp: Warum auch Sie unbedingt eine Keywordliste brauchen.

Tipps für den privaten Online Handel

Der Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. – BitKom – rechnet für 2008 mit bis zu 14 Millionen Online-Verkäufern in Deutschland.

bitkom081028Nicht nur als Schnäppchenmeile, sondern auch als Verkaufsplattform für hochwertige und seltene Angebote wird das Web genutzt„, so BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Tipps für den privaten Anbieter finden Sie in meinem heutigen Lesetipp: BITKOM gibt Tipps für private Anbieter bei Auktionen.

Mit IntegratedCOWOA gegen den Bestellabbruch.

Ein kleiner Nachtrag bzw. eine Ergänzung zum Thema Usability.

Jeder Online-Händler kennt das: ’stehengelassene‘ Warenkörbe. Die Gründe sind vielfältig. Der Kunde testet, ob er auf Rechnung zahlen kann oder welche Zahlungsarten überhaupt angeboten werden … oder … oder …

Ein häufiger Grund für unvermittelte Bestellabbrüche ist allerdings auch ein komplizierter, unübersichtlicher und zu langer Bestellprozess.

Aber bricht ein Kunde einen Bestellprozess gleich deshalb ab, weil er an anderer Stelle einen Klick weniger bis zum Abschluss benötigt. Sicherlich nicht; wenn er weiß, wieviele Schritte er noch vor sich hat.

Hier zahlt sich nach meiner Erfahrung eine übersichtliche Fortschrittsanzeige aus, so dass der Kunde in jeder Phase des Bestellvorgangs weiß, wo er sich in dem Gesamtprozess gerade befindet und wie es weitergeht.

Für Zen-Cart-Shops bietet sich das Modul mit dem schönen Namen ‚IntegratedCOWOA‚ an. Ich habe es gerade installiert.

Account03

COWOA steht für ‚checkout without account‘ – also für einen Bestellprozess ohne Kundenkonto.

Somit wird gleich ein weiteres ‚Abbruchrisiko‘ ausgeschaltet – die ‚leidige Pflicht‘, ein Kundenkonto zu eröffnen.

Das Kundenkonto ist keine schlechte Sache! Auch nicht aus Kundensicht! Ganz im Gegenteil, aber ich verstehe, dass viele Neukunden, die gerade ein bestimmtes Produkt bestellen wollen (- und nicht mehr und nicht weniger -), abgeschreckt werden, wenn sie sich gleich für ein Kundenkonto mit Kennwort und allem Drum und Dran registrieren sollen; nicht jeder will gleich Mitglied im Club werden …

Von der Holschuld der Online-Händler und der Bringschuld der Hersteller.

Mal abgesehen davon, dass Online Händler gesetzlich verpflichtet sind, auf jeder Produktseite Angaben zu den Lieferzeiten zu machen (BGB-InfoV), hat der Kunde auch ein Anrecht darauf zu erfahren, wie lange er in etwa auf seinen bestellten Artikel warten muss. Denn wer möchte schon gerne mehrere Wochen auf eine Internet-Bestellung warten?!

Sehr schön lässt sich die Verfügbarkeit der Artikel z.B. mit einer ‚Lieferampel‘ zeigen:

lagruen

lagelb

larot

Wer im Internet bestellt, will entweder ‚billig‘ oder ’schnell‘ oder beides.

Diese Forderungen der Käufer sind legitim! Dennoch ist ‚billig‘ ein zweiseitiges Schwert. Der Online-Händler muss Geld verdienen, um auch wieder in einen guten Service für seine Kunden investieren zu können. Deshalb ist auch unser Motto: nicht billig sondern preiswert!

Das Internet eröffnet den Händlern viele Möglichkeiten, sich durch Schnelligkeit vom Wettbewerb abzusetzen. Das ‚alte‘ Bonmot gilt heute mehr denn je:

Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen.

Voraussetzung ist eine funktionierende Vernetzung der gesamten Lieferkette.

Kein Online-Händler kann alle möglichen Produkte und Varianten vorrätig halten. Er ist auf die Lieferzusagen seiner Hersteller und Großhändler angewiesen.

Hersteller und Großhändler müssen mit ins Boot.

Ein Online-Händler muss wissen, ob alle von ihm angebotenen Artikel kurzfristig lieferbar sind.

Holschuld vs. Bringschuld

Den Lieferanten – Hersteller bzw. Großhändler – trifft eine Bringschuld; er muss seine Kataloge aktuell halten und über Lieferengpässe und Produktänderungen informieren.

Das Internet bietet nun auch hier große Chancen! Z.B. können Händler über ein gesichertes Händlernetz – ein sog. VPN – an das Internet-Portal des Herstellers oder Großhändlers angeschlossen werden.

Der Händler kann so jederzeit auf aktuelle Produktinformationen sowie den Lieferstatus zugreifen. Somit wandelt sich auch die Bringschuld des Lieferanten in eine Holschuld der Händler.

Hersteller und Großhändler, die diese Chancen erkennen und zügig umsetzen, schaffen einen Wettbewerbsvorteil, der kurzfristig schwer einzuholen ist.

Man muss sicher kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass diese Art der Vernetzung innerhalb der gesamten Lieferkette in naher Zukunft Standard sein wird.

Definitionen:

Holschuld bezeichnet im Informationsmanagement die Verantwortung desjenigen, der eine Information benötigt, diese vom Inhaber der Information rechtzeitig und umfassend und in geeigneter Form abzuholen. Dabei ist zu Beginn eines Projektes zu klären, für welche Informationen eine Holschuld – und für welche eine Bringschuld besteht und wer die Verantwortung für die Informationsübermittlung inne hat.1)

Bringschuld bezeichnet im Informationsmanagement die Verantwortung desjenigen, der über eine Information verfügt, diese den Betroffenen und Beteiligten rechtzeitig und umfassend und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Dabei ist zu Beginn eines Projektes zu klären, für welche Informationen eine Holschuld – und für welche eine Bringschuld besteht und wer die Verantwortung für die Informationsübermittlung inne hat.2)


1)Artikel Holschuld. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Juli 2007, 16:12 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holschuld&oldid=34231398 (Abgerufen: 24. Oktober 2008, 17:53 UTC)
2)Artikel Bringschuld. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Juli 2007, 16:12 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bringschuld&oldid=34231415 (Abgerufen: 24. Oktober 2008, 17:54 UTC)

Die Meinung der Anderen

Kaufentscheidungen fallen im Internet und dabei werden die Produktbewertungen durch andere Internetnutzer immer wichtiger.

Zusätzlich zu der kostenlos erhältlichen ACTA Studie 2008 führt Dr. Johannes Schneller in einem Gastbeitrag weiter aus:

Den Urteilen der anderen Onliner kommt eine unmittelbare Relevanz zu. Jeder zweite Internetnutzer (51 Prozent), der Bewertungen und Kommentare liest, hat schon einmal aufgrund solcher Wertungen durch andere Internetnutzer ein Produkt am Ende nicht erworben, obwohl es anfangs für einen Kauf in Frage kam (… )

Besonders auffällig: Je affiner Nutzer für den Onlinekauf sind, desto größer ist die Bedeutung, die die Bewertungen anderer Nutzer bei der eigenen Kaufentscheidung spielen (…)

Gefunden bei Exciting Commerce und Thorsten Boersma.

Ein Zahlungsausfall bedeutet 15 zusätzliche Verkäufe.

Was kostet unbezahlte Ware wirklich?

Der Budoten Kampfsport-Versand kommt zu diesem Ergebnis:

Es müssen 15 zusätzliche Produkte verkauft werden, um den entstandenen Schaden annähernd auszugleichen, doch diese Rechnung berücksichtigt noch nicht, dass durch die nicht bezahlte Rechnung weitere Kosten durch Schriftverkehr mit Polizei, Rechtsanwälten, Staatsanwaltschaft und Gerichten, entstehen. Jede angemahnte Rechnung verschlingt zusätzliches Geld. 

Lesen Sie den ganzen Artikel: So viel kostet unbezahlte Ware wirklich.

Kaufentscheidungen fallen im Internet II

Während ich mich mit der Allensbacher ACTA Studie 2008 beschäftige, stoße ich Dank dem Netzökonom auf ein sog. White Paper der Marktforscher von Harris Interactive.

Dieses möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Anders als der Titel ‚Digital Influence Index Study‘ suggeriert, ist dieses ‚White Paper‘ in deutscher Sprache verfasst.

Mit dieser Studie soll einmal im Jahr der sich ändernde Einfluss des Internets auf das Leben von Konsumenten in mehreren Ländern untersucht werden.

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White Paper zur Studie Digital Influence Index (PDF)

In dem Artikel Kaufentscheidungen werden im Internet getroffen habe ich den Link zu der PDF-Datei gefunden.