E-Commerce in Deutschland – Fakten statt Mythen

… so heißt die neue Studie, die ibi research – bekannt für den E-Commerce-Leitfaden – vorstellt. ecl

Die Ergebnisse der Händlerbefragung November 2008 können Sie kostenlos herunterladen.

Sehr empfehlenswert ist auch die Online-Version des E-Commerce-Leitfaden.

Zahlung mit Kreditkarte immer beliebter

Im Blog Internet Handel bin ich auf eine interessante Untersuchung zu Internetzahlungssystemen gestoßen: Internetzahlungssysteme: Erfahrene Internet-Nutzer greifen zur Kreditkarte.

Die Umfrageserie „IVZ – Internetzahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher“ wird bereits seit 1998 am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe (TH) durchgeführt.

Seit 2004 gibt dann passend dazu auch „IZH – Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Händler“.

Die PDF-Dateien zu ‚IZV‘ und ‚IZH‘ finden Sie auf der Webseite des Instituts.

Der Handel und das Internet

Das E-Commerce-Center Handel veröffentlicht erste Ergebnisse der vom BMWi geförderten aktuellen Studie „Internet im Handel 2008″.

Die Studie geht der Frage nach, wie kleine und mittelständische Händler das Internet nutzen.

„Während einige bereits aufwändige Anwendungen im Bereich des Kundenservice realisiert haben und teilweise bereits erhebliche Online-Umsätze erzielen, nutzen andere Unternehmen das Internet noch überwiegend für Online-Banking, E-Mail-Kommunikation und Informationsrecherche.“
Dr. Kai Hudetz, Leiter des E-Commerce-Center Handel

ecc081120

Aus: Kurzauswertung Internet im Handel 2008
Zentrale Ergebnisse der Studie des ECC Handel

Gefunden bei KMTO – Marketing Welten: Internet im Handel 2008.

Planung der Online-Werbe-Kampagnen mit Google Adplanner

Mein heutiger Lesetipp hat weniger mit eCommerce im Speziellen als vielmehr mit der Internet-Medien-Nutzung – bzw. der Mediaplanung – im Allgemeinen zun tun: Mediaplanungstool Google Ad Planner steht jetzt allen zur Verfügung.

Diese Software soll Werbetreibende bei der Planung und Durchführung von Online-Werbe-Kampagnen unterstützen. Media-Daten von Werbepartnern können überprüft werden, und man erhält Daten, um Internetauftritte zu analysieren und zu vergleichen …

Nach der Testphase stellt Google nun seinen Adplanner der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung – Google Ad Planner: new features, available to everyone.

[ Youtube ]

Noch in der Beta-Phase hat Benedikt Köhler das Tool getestet und mit den Zahlen der AGOF verglichen.

Sofortüberweisung

In seinem law blog weist RA Udo Vetter heute auf die rechtliche Grauzone in Verbindung mit der Sofortüberweisung hin:

PIN und TAN gehören zu den Informationen, die man beim Onlinebanking besser nur so verwendet, wie es die eigene Bank gestattet. (Udo Vetter)

Der Charme dieses Verfahrens liegt nun darin, dass der Händler sofort eine Bestätigung der Überweisung erhält, und er somit die Ware sofort versenden kann.

Rechtlich umstritten ist allerdings, ob und inwieweit der Kunde grob fahrlässig handelt, indem er seine sensiblen Bankdaten Dritten zugänglich macht und damit gegen Bankbestimmungen verstößt.

Die Berliner Volksbank warnt:

Die Payment Network AG – die Firma hinter ‚Sofortüberweisung‘ – kenne ich nicht, und trotz TÜV-Zertifizierung bleibt bei mir persönlich ein gewisses Unbehagen. Kritisch ist m.E., dass die Bankdaten – einschließlich PIN und TAN – auf der Webseite eines externen Dienstleisters eingegeben werden müssen.

Auf der Webseite von Conrad – im Beispiel von RA Vetter genannt – heißt es dazu:

Die Sofortüberweisung wird über eine SSL-verschlüsselte Verbindung übertragen. Mit Hilfe Ihrer PIN und TAN autorisieren Sie Ihre Überweisung, die dann von Ihrer Bank ausgeführt werden kann. PIN und TAN werden dabei von Conrad nicht gespeichert. Ihre Kontoauszugsdaten werden weder von Conrad noch von der Payment Network AG als Anbieter der Sofortüberweisung gespeichert, sondern aus dem Überweisungsformular direkt und verschlüsselt zur Bank geschickt.

Mein Tipp: wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Bankberater.

OXID wird Open Source

Ein Schritt, den ich schon hier begrüßt habe. Nun äußert sich Roland Fesenmayr – Vorstandsvorsitzender OXID eSales AG – zu den Chancen und Risiken bei den Kollegen vom shopbetreiber-blog:

„Wir sind davon überzeugt, dass eine kommerzielle Open Source Strategie mittlerweile der bessere Weg ist, Enterprise Software zu entwickeln und zu vertreiben. Keine Frage, mit der Freigabe der Shopversion 4 unter der GPLv3 geben wir der Community etwas Wertvolles. Wir sind aber überzeugt, dass wir gemeinsam mit Entwicklern und Shopbetreibern weltweit eine lebendige und intensive Partnerschaft aufbauen können, die am Ende zu noch höherer Entwicklungsgeschwindigkeit und Softwarequalität führen wird. Davon profitieren am Ende alle.“ Roland Fesenmayr

Lesetipp: Exklusiv-Interview mit Oxid-CEO Roland Fesenmayr zur Umstellung auf Open Source

Lastschriftverfahren – einfach und sicher?

Aus Kundensicht ist das Lastschriftverfahren per Einzugsermächtigung eine sehr gute Sache, denn

  • es ist einfach: der Händler muss sich um die Transaktion kümmern.
  • es ist sicher: eine kurze Anweisung an die eigene Bank genügt, und diese bucht den Betrag zurück.

Etwas Besseres kann man sich als Kunde doch gar nicht wünschen, oder?

Leider ruft diese Zahlungsart auch Betrüger auf den Plan. Denn prinzipiell kann jeder, der die Bankdaten beliebiger Personen kennt, deren Konto belasten.

Weder das einziehende noch das bezogene Kreditinstitut verlangt *zunächst* einen Nachweis, dass der Einreichende überhaupt zum Lastschrifteinzug berechtigt ist.

In diesem *zunächst* liegt das Übel:

Nun hat sich scheinbar in einigen Köpfen der Eindruck festgesetzt, für das Lastschriftverfahren sei eine schriftliche Einwilligung des Zahlungspflichtigen nicht erforderlich.

Das ist falsch! Jeder Kontoinhaber, der über sein Konto Lastschriften einziehen will, muss mit seinem Kreditinstitut eine Inkassovereinbarung abschließen. Diese Vereinbarung enthält u.a. den Passus, dass dem Einziehenden die schriftliche Ermächtigung der Zahlungspflichtigen vorliegen muss! Diese Ermächtigung ist der Bank auf Verlangen vorzulegen.

Der Online Händler tut gut daran, sich die Einzugsermächtigung von den Kunden unterschreiben zu lassen! Dass manche Kunden auf diesen zusätzlichen Bürokratismus schimpfen, kann ich nachvollziehen. Aber leider gibt es zu viele schwarze Schafe …

Ausbaden müssen es die Ehrlichen.

Zahlungsausfälle durch nicht eingelöste oder zurückgeforderte Lastschriften müssen letztendlich alle ehrlichen Kunden mittragen. Deshalb: Lastschriftbetrug ist kein Kavaliersdelikt und sollte m.E. von den betroffenen Online Händlern konsequent zur Anzeige gebracht werden.

Auch müssen m.E. die Banken und Kreditinstitute noch mehr dazu beitragen, dass diese interessante Zahlungsart noch wesentlich sicherer wird.