Und tschüss Rakuten …

Mitte 2011 hat der japanische Internet-Konzern Rakuten  80% der Tradoria GmbH aus Bamberg übernommen. Anfang 2012 erfolgte dann die Umbenennung in Rakuten Deutschland GmbH.

Und im Oktober 2012 positioniert sich Rakuten neu (Pressemitteilung vom 01.10.2012).

Meinung:

Diese Neuausrichtung bedeutet einen völligen Bruch mit der – sehr guten – Strategie von Tradoria: mit Rakuten Connect wird das endgültiges Aus von eigenständigen Shops unter einer Dachmarke – ehemals Tradoria, jetzt Rakuten – eingeleitet.

Beate Rank – Gründerin von Tradoria und jetzt Geschäftsführerin der Rakuten Deutschland GmbH – antwortet auf die Frage, ob Rakuten nun zu „einem Einheitsbrei“ irgendwo zwischen Amazon und EBay werde:

Keineswegs, denn Rakuten hebt sich ganz deutlich von Amazon und anderen Marktplätzen ab: Die wenigsten der Käufer auf Amazon nehmen überhaupt wahr, dass sie sich auf einem Marktplatz mit verschiedenen Händlern befinden. Sie gehen in der Regel davon aus, direkt bei Amazon gekauft zu haben, ganz egal, welcher Händler nun tatsächlich der Geschäftspartner ist.

Ich lese diese Worte und bin dennoch überzeugt, dass sich Rakuten genau dorthin entwickelt: eine reine Portallösung nach dem Vorbild von Amazon, jedoch ohne den Bekanntheitsgrad von Amazon.

Im Portal ChannelPartner / Handel  lässt sich Mark Kirschner – Vice CMO von Rakuten – unter der Überschrift „Rakuten kann die weltweite Nummer Eins werden“ wie folgt zitieren:

Während die anderen Plattformen vor allem Produkt-getrieben sind, setzen wir darauf, dass unsere Kunden richtige Marken-Beziehungen zu unseren Händlern aufbauen.

In dieser kurzen Aussage zeigt sich m.E. das ganze Dilemma, in dem Rakuten steckt:

Rakuten ist sich offensichtlich noch nicht im Klaren darüber, wer die eigenen Kunden sind oder sein sollen. Sind es die Händler, die Rakuten unter Vertrag hat, oder sind es die Verbraucher, die über das Rakuten-Portal kaufen?

Amazon wird als „Produkt-getrieben“ kritisiert, da Amazon selbst an Verbraucher verkauft und somit Wettbewerber seiner Marketplace-Händler ist, während Rakuten (noch) den eigenen Verkauf ausschließt. Nach meiner Wahrnehmung erweckt Rakuten allerdings bei Verbrauchern zunehmend den Eindruck, selbst Anbieter der Produkte zu sein und drängt seine Händler (die eigenen Kunden!?!) mehr und mehr in den Hintergrund. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Dagegen steht ein weiteres Zitat von Beate Rank: „Wir stellen den einzelnen Händler und dessen Sortiment in den Fokus,…“; und ich frage mich: was gilt denn jetzt? Frau Rank, ganz offen gesagt, mir fehlt der Glaube..

So wie ich das sehe, ist dieses neue Konzept noch nicht ausreichend durchdacht und auch nicht gut kommuniziert. Ich merke nicht, dass Rakuten die Bedenken und Argumente seiner Händler ernst nimmt und in einen Dialog tritt; auch wenn dieses von Rakuten sowohl öffentlich als auch in den B2B-Rundschreiben anders dargestellt wird.

In einem wichtigen Punkt rudert Rakuten allerdings zurück: die Einführung der Zwangsanmeldung für Verbraucher – ein Rückschritt in die Steinzeit des E-Commerce und mit uns nicht zu machen – wird rückgängig gemacht.

Richtig ist, dass viele Verbraucher aus guten Gründen kein Kundenkonto anlegen wollen, denn ein Kundenkonto anlegen heißt auch, dem Händler ein gewisses Maß an Vertrauen zu schenken. Und Vertrauen kann man nicht erzwingen, Vertrauen muss man erarbeiten.

Also ein Schritt in die richtige Richtung, aber für uns zu spät und zu kurz gesprungen.

Denn es bleiben – neben anderen Kritikpunkten – noch zwei entscheidende Änderungen, die wir nicht mittragen können:

1. Ein positives Alleinstellungsmerkmal von Tradoria war, dass jeder Händler einen eigenen Shop ganz individuell gestalten und unabhängig vom Portal betreiben konnte. Dieses wird jetzt zugunsten von Rakuten-Connect aufgegeben. Gleichzeitig sollen die Produktseiten der Händler direkt in das Portalangebot von Rakuten integriert werden. Ein absolutes ‚NoGo‘ für uns.

2. Die Rakuten Superpunkte mögen für den einen oder anderen Anbieter ein brauchbares Marketing-Instrument sein. Sie passen aber nicht zu allen Anbietern und allen Angeboten. Die Superpunkte sind nach unserer Auffassung kein erfolgversprechendes Marketingkonzept für Marken, da hiermit eher der Eindruck eines „Ramschladens“ entstehen könnte. Aus diesem Grund können wir Herstellern auch nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen, Markenprodukte über diese Plattform zu vertreiben. Die Ausschüttung nach dem Gießkannenprinzip lehnen wir ab und die Zwangseinführung in allen Rakuten Shops ist für uns ebenfalls ein ‚NoGo‘.

Für diese strategische Neuausrichtung mag es vielleicht auch gute Gründe geben, wir sehen mehr Nach- als Vorteile für Händler und Verbraucher.

Unseren Rakuten-Shop haben wir geschlossen, und wir werden auch nicht mehr über dieses Portal verkaufen.

Und tschüss Rakuten, als Beobachter werden wir Dich weiter auf Deinem neuen Weg begleiten.

Rainer Helmes

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Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

44 Gedanken zu „Und tschüss Rakuten …“

  1. Leider besticht Rakuten momentan nur im wilden und unkoordinierten Ausprobieren von steinzeitlichen Marketingideen. Damit werden in erster Linie Kunden abgeschreckt. Offensichtlich gibt es knallharte Vorgaben aus Japan, die hier in Deutschland aber so nicht funktionieren.

    Man muß allem, was Rakuten so verlautbaren läßt, mißtrauen. Händler werden belogen und für dumm verkauft. Das ist traurig, denn der Ansatz, den Tradoria ehemals verfolgt hat, war sehr vielversprechend.

  2. Danke für diese ehrlichen Worte! Auch ich stehe Rakuten mehr und mehr negativ gegenüber – ich fürchte auch die Tage meines Shops bei Rakuten sind gezählt! Schade, bei Tradoria habe ich mich gut aufgehoben gefühlt!

  3. Dieser Beitrag triff genau ins „Schwarze“ – Tradoria war eine gute und für uns damals als Anfänger in Sachen Onlineshop genau die Lösung. Leider hat sich mit Rakuten alles zum Nachteil entwickelt. Auch wir haben und dagegen entschieden und gekündigt. SCHADE!

  4. Gut und ausführlich auf den Punkt gebracht. Ich kann mich da nur anschließen. Auch wir werden uns neu orientieren. Da die GF Frau Rank es noch nicht einmal für nötig hält, langjährigen Tradorianern, eine persönliche Erklärung abzugeben, ist klar, wo der Zug hinrast- nämlich kurzfristig an die Wand. Da muss man nicht unbedingt drinsitzen.

  5. Ganz genau und auf den Punkt gebracht. Ich kann nur hoffen, dass viele Händler, die überlegen, zu Rakuten zu gehen, diesen Beitrag lesen. Auch ich werde den neuen AGB widersprechen und meinen Shop auf Rakuten schließen, weil die Änderungen geschäftsschädlich sind und ich meinen Kunden dieses Geschäftsgebaren von Rakuten nicht antun will. Ich werde meine Domain vorzeitig abziehen und einen eigenständigen Shop betreiben. Auch mein (privates) Kundenkonto wird gelöscht – ich will nicht alle 3 Tage mit einem Newsletter mit den tausendsten Superpunkten zugespammt werden – absolutes Marketing-No-Go! Rakuten: Sechs, setzen…

    Sandra Westenhöfer-Grammeth (Das Well-Nest)

  6. Liebe Händler,

    um allen, die nicht so sehr im Thema sind, eine Chance auf eine umfassende Information zu bieten, verweisen wir hier gerne auf die aktuelle Ausgabe unser Händlerzeitschrift Rakuten DREAM:

    http://www.rakuten.de/infos/home/docs/downloads/Rakuten-Dream_02.pdf

    Wir sehen eine gemeinsame, partnerschaftliche Orientierung zum gemeinsamen Endkunden als unseren Ansatz. Es sind Sie, unsere Händler, denen wir vielfältige Tools, Features und Know-how an die Hand geben, um im E-Commerce erfolgreich zu sein. Im Leistungsumfang heben wir uns dabei deutlich von unseren Mitbewerbern ab. Es sind aber immer die Endkunden, die letztendlich über den Erfolg eines Produkts, einer Kategorie oder eines Shops entscheiden. An diesem Erfolg sind wir natürlich genauso interessiert wie Sie!

    Hier können wir nur Hand in Hand gehen um Ihre und unsere Kunden zu überzeugen in Ihrem Shop oder auf dem Marktplatz zu kaufen und vor allem, sie zu wiederkehrenden Kunden zu machen.
    Wir stellen dafür wirksame Instrumente zur Verfügung, bewerben diese prominent, aktiv und in hoher Frequenz um sie schnellstmöglich bei Ihren Kunden zu etablieren.

    Die Rakuten Superpunkte sind eines dieser Marketingtools, das in den letzten Wochen seine enorme Kaufanreizfunktion gezeigt hat. Es ist ein wirkungsvolles Instrument um Kunden zu wiederkehrenden Kunden zu machen und sie nicht nur zu einem erneuten Besuch, sondern auch zu einem tatsächlichen Kauf in absehbarer Zeit zu bewegen. Die Kosten für diese verkaufsfördernden Maßnahmen, wie 10fache Superpunkte, wurden dabei komplett von Rakuten getragen. Letztendlich profitieren davon also Ihre Kunden und damit Sie.

    Gerade durch unsere Neuausrichtung, aber auch durch die stetigen Optimierungen auf dem Markplatz stellen wir Ihren Status als Fachhändler, als Experte für Ihr Sortiment immer mehr heraus. Gerade in letzter Zeit haben wir dahingehend viele Änderungen durchgeführt, um unter anderem bereits auf der Produktdetailseite die Präsenz Ihres Shops zu steigern.
    Wir wollen damit den Anspruch erfüllen, ein buntes und informatives Fachhändler-Netzwerk zu sein, bei dem Einkaufen Spaß macht und dadurch dem Endkunden und letztendliche Ihnen vielfältige Vorteile bieten.

    Ein wichtiges Element dafür ist Rakuten Connect. Es ist keine Einschränkung, sondern eine zusätzliche Verknüpfung von Shop und Marktplatz, von der Sie nur profitieren können. Es garantiert dem Kunden eine erhöhte Nutzerfreundlichkeit und Ihnen nicht zuletzt Traffic aus dem gesamten Netzwerk. Hintergrund der stärkeren Verknüpfung ist auch eine erhöhte SEO-Relevanz, die im Verbund natürlich um ein vielfaches höher ist, als sie für jeden einzelnen Shop sein könnte. Über Rakuten Connect profitieren davon alle Händler.

    Bei der Kommunikation zu Ihnen haben wir hohe Ansprüche an uns: Wir treten dabei stets dialogorientiert auf und bieten neben einem internen Forum, das kontinuierlich betreut wird, immer wieder die Möglichkeit persönlich mit uns in Kontakt zu treten. Ihr Feedback ist uns immer eine wertvolle Grundlage für Optimierungen und Änderungen. So waren etwa Ihre Kommentare und Kritik maßgeblich für die Entscheidung, Gastbestellungen wieder zu ermöglichen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Bamberg,

    Ihr Team von Rakuten Deutschland

  7. Netter Versuch der „Schadesbegrenzung“ Für mich steht fest: Rakuten wurde von den Japanern gekauft und hat kein Interesse an den Händlern selbst (wie Amazon auch!) sondern nur an den Daten. Und wir Händler zahlen noch dafür – der 1. Schritt wurde gemacht ich denke in spätestens 1 Jahr ist der obige Artikel nur noch Schnee von gestern!

  8. Ich finde den Kommentar von Rakuten einfach nur beschämend.

    Partnerschaftlich? Hand in Hand? Dialogorientiert?

    Mit den Händlern wurde nicht über die anstehenden Änderungen gesprochen. Sie werden einfach eingeführt und zur Pflicht für alle gemacht. Und wer das alles nicht will, muss eben kündigen.
    Nennen Sie das partnerschaftlich?

    Sie führen tolle Tools ein, die keiner will (z.B. RakutenConnect). Schon lange bestehende Wünsche der Händler werden nicht umgesetzt.
    Nennen Sie das Hand in Hand?

    Im Forum kommen nur noch selten Beiträge von Ihnen. Und wenn dann nur Pillapalle. Die für uns wirklich wichtigen Fragen werden seit Wochen nicht beantwortet.
    Nennen Sie das dialogorientiert?

  9. zum Kommentar 14 von Rakuten: Ich frage mich ernsthaft, ob das nur noch Textbausteine sind, die in verschiedenen Varianten veröffentlicht werden. so blind kann man doch garnicht sein, dass man diese Texte noch selbst glaubt. Tatsächlich partnerschaftlich ist doch nur noch der (genervte) Support. „Da werden Sie geholfen“. Alles andere sitzt wahrscheinlich schon auf gepackten Koffern?! Diese schlecht gemachten Werbepunkte sollten endlich überarbeitet werden und solange verschwinden. Technische Anmerkung: Wenn ein Artikel als nicht lieferbar angegeben ist, bleiben die möglichen Superpunkte trotzdem sichtbar. Farce.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Gartz
    Karten & Mehr und Kartenshop42

  10. zum Kommentar 14 von Rakuten:

    ich glaube schon, ich bin einer von den erwähnten „so geschätzten“ Fachhändlern. Die kitschige Rakuten-Optik und die Superpunkte sowie die schlimmen „Spam“-Mails von Rakuten sind das Gegenteil von dem, was meine Kunden ertragen wollen. Das widerspricht sich. Außerdem ist die technische Umsetzung des Shopsystems der Zeit hinterher und auffallend fehlerhaft. Die wirklich gute Checkout-Lösung, stabil, solide und vielfältig, kann diese Nachteile nicht mehr ausgleichen. Denn Besucherzahlen und potentielle Käufer braucht man nun mal zuerst. Zumindest ich mit meinen wenigen speziellen Produkten passe nicht mehr zu Rakuten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Koebcke
    http://www.antivirus-shop.biz

  11. Wir verlassen Rakuten ebenfalls. Es ist nicht mehr zum Aushalten!
    Beschämend finden wir den Umgang mit langjährigen Partnern (Händlern). Keine persönliche Mitteilung o ä ist uns zugekommen, obwohl wir sicher nicht der unbedeutenste Shop auf Rakuten sind (waren).
    Im Forum fühlen wir uns durch Rakuten „von oben herab“ behandelt. Besonders Kommentare von Herrn Thierschmann drehen sich wie ein Aal in einer Reuse immer um den Kern. Es sind alles alles junge Leute die da schreiben. Nichts dagegen, aber ohne jede Verkaufserfahrung eine Verkaufsplattform führen – wie soll das gehen-?
    Unser eigener Shop ist in Arbeit und wir freuen uns nun sogar darauf, sehen wir doch nun weitere Bereiche, die wir ausbauen können.
    Mit Rakuten hat man derzeit keinen Partner an der Hand. Rakuten sieht nur sich selbst. Dann den Endkunden und dann folgt irgendwann der Händler!!!

  12. Wenn man als Händler bestrebt ist, seine Ware zu verkaufen, hat man nicht soviel Zeit sich um die ständigen Änderungen zu kümmern. Ja,
    ich habe da geschlafen, weil ich auch noch ein eigenes Geschäft und einen eigenen Shop habe. Nachdem der Umsatz zurückging, habe ich gemerkt, dass jetzt jeder billig Händler genommen wird. Wir führen nur ordentliche Ware und kann diese nicht zu den Preis verkaufen. Die Kunden versuchen es sicher auch ein billiges Produkt zu kaufen. Also will Rakuten (wie rekutieren von..) auch wie andere Shops billige Ware verkaufen. Ob dann am Ende der Gewinn stimmt? Vielen Kunden ist es egal, ob er bei Rakuten oder bei einem Händler kauft. Jeder weiß, ob er bei Ebay oder bei Amazon kauft, das immer ein Händler dahinter steht. Ich werde es mir also auch überlegen müssen, da ein Händler mit 1200 Billigprodukten mich erst einmal schlägt. Schade.

  13. Danke für den guten und treffenden Beitrag.
    Auch wir beobachten mit Sorge die negative Entwicklung vom Rakuten-Marktplatz. Wir hatten eigentlich vor einen zweiten Tradoria-Shop zu eröffnen und werden nun definitiv davon Abstand nehmen. Es ist nur schade, dass das wirklich gute Konzept von Tradoria so deformiert wird. Rakuten sollte sich doch mehr auf seine Händler konzentrieren, als auf sich selbst.
    Auch wir werden uns neu orientieren müssen. Wirklich schade.

  14. Traurig und doch wahr.
    Wer eine solche Geschäftspolitik betreibt, darf sich nicht wundern, wenn er abgewählt wird. Das ist Planung an denen vorbei, die Tradoria einmal gross gemacht haben! Sollen sie doch sehen, wie es ohne Händler funktioniert.
    Ich danke für den ausgezeichneten Beitrag!
    Aufmerksam habe ich auch den Fluchtversuch von Rakuten gelesen. Einfach nur lächerlich und so an der Wirklichkeit vorbei, Rakuten Dream halt. Lasst sie träumen, aber ohne uns!
    Was mich aber am meisten verwundert ist diese Blauäugigkeit. Ist es Rakuten nicht bekannt, dass gerade die „Marken“ zunehmend Ihren Händlern untersagen auf solchen Plattformen zu verkaufen (Nike, Adidas..) um nur 2 zu nennen. Und das wird ganz sicher sehr startzunehmen.
    Wir werden den neuen ABG’s widersprechen und unseren Shop bei Rakuten auflösen. Rakuten ade!
    Es wird Zeit dass endlich etwas passiert und wir alle
    unsere eigenen Shops so auf die Beine bekommen, dass wir damit und davon leben können. Dazu wünsche ich uns Kraft und Ausdauer und die notwendige Unterstützung.

  15. Ich habe schon vor Tradoria einen eigenen Shop gehabt. Nachdem Rakuten, der Name gefällt mir schon nicht, dann das Ruder übernommen hat ging der Umsatz zurück. Ich hatte auch überlegt in meinem Shop das Rakuten Checkout einzubauen, allerdings sind es dann nicht mehr meine Kunden und erhalten von Rakuten ständig Werbung.
    Ich habe bereits meinen Vertrag gekündigt und werde meinen Shop bei Rakuten schließen. So wie ich das sehe versucht Rakuten sich selbst als „Marke“ zu etablieren und eine Kundenbindung aufzubauen. Dies natürlich auf Kosten der Händler.

  16. Hallo,
    wir haben einen Shop bei Rakuten und überwiegend gute Erfahrungen damit gemacht. Irgendwer bei Rakuten hat uns dann die Superpunkte in das Layout hineingebastelt – und wir haben sie wieder herausgenommen. Bisher gehen 90% der Bestellungen über den Shop ein und nur 10% über das Portal. Ich habe noch nicht gelsen, was alles mit den Shops etc. passieren soll. Wenn es aber ein Ende der Shops geben sollte, werden wir da auch weggehen. Ein Shop ist schnell aufesetzt. Ich habe ihn dort vor allem wegen der bequemen Zahlungsoptionen platziert. Es ist jedoch kein größeres Problem den umzuziehen.

  17. Hallo Leute,

    bin heute uaf diese Seite gestossen und muss mich wundern was da so alle steht. ´Wir haben auch gemerkt das seit der Umbenennung von Tradoria auf Rakuten bzw. seit Verkauf / Übername, wir nkaum noch etwas verkaufen. Bezahlen eigentlich nur noch die Grundgebühr und das ist ja nicht Sinn der Sache. Wir haben schon vor längerer Zeit noch ein Eigenen Shop eröffnet der läuft besser als beu Rakuten und vorallem ist er billiger in der Unterhaltung und in den Gebühren und haben das Geld auch immer gleich und müssen nicht 30 Tage warten.
    Werden uns auch abwenden bevor alles zu spät ist.
    Wenn man das alles so verfolgt wird Rakuten bald ohne Händler dastehen.
    Tschüß Rakuten

  18. Seit Rakuten ist der Umsatz in den Keller gegangen dafür die Gebühren hochgestiegen. Bin sehr sehr unzufrieden mit Rakuten, Tradoria war gut.
    Schade um dieses Unternehmen. Werde die Sache jetzt genau prüfen.

  19. Vielen Dank für den Beitrag und die nützlichen Kommentare.
    Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Rakuten und in wie weit es für uns Sinn machen könnte.
    Fühle mich einmal mehr bestätigt die Rakuten Plattform zu meiden und lieber an der Basis von unserem Esoterik Shop weiterzuarbeiten.
    Werde auf alle Fälle die Entwicklung weiter beobachten, aber vorerst eine mögliche Anmeldung ganz weit nach hinten schieben

  20. Wir hatten am Anfang auch einen Shop von Rakuten, haben den aber nun geschlossen und auf Shopware als eigenen Shop umgestiegen. So sind wir unabhängig und zahlen auch keine Gebühren.

  21. Wir hatten am Anfang auch einen Shop von Rakuten, haben den aber nun geschlossen und auf Shopware als eigenen Shop umgestiegen. So sind wir unabhängig und zahlen auch keine Gebühren. Auch der Name Rakuten ist hässlich.

  22. Thema: Rakuten Provisionsmodell 2013 –> letzter Gruß: Mitte 2013 sage ich Rakuten: „Adeee!!!“ Meinen neuen Shop habe ich schon gefunden und braucht noch 3-4 Monate…! :o) Dann bezahle ich keine 4% und keine 10% mehr sondern –> „0%“ Provision und meine Kunden können endlich wieder online bestellen… ;o))) Für alle die auch die Nase von Rakuten voll haben, könnt mich gerne per Mail kontaktieren, ich sag euch meinen neuen Shop für 0 Euro… :o))) *lach* Bye bye Rakuten…

  23. Wie schon lang erwartet, werden nun auch kritische Stimmen im Rakuten-Händlerforum kommentarlos ausgeschlossen. Hier zeigt sich ganz klar wohin die Reise geht ! Weder die Interessen der langjährigen Händler noch die Vorschläge der langjährigen Dienstleistungspartner wurden bei der Neuausrichtung berücksichtigt geschweige denn wurde diese gravierenden Einschnitte und Änderungen mit den Händlern und Dienstleistungs-Partnern im Vorfeld besprochen…
    Rakuten verwässert nun zu einem Shoppingportal wie es sie schon unzählige gibt und keiner mehr braucht…

  24. HAllo, unser Rakuten-Shop ist nun auch weg. Rakuten hat nur noch Mist gemacht, permanent Retouren gutgeschrieben, die hier nicht ankamen (und nicht von den Kunden nachgewiesen werden konnten), kaputte Ware kam hier an, wir haben Rakuten zigmal darüber Mitteilung gemacht, dennoch wurde der volle Kaufpreis erstattet. Sogar wenn verkehrte Ware, die wir nicht im Sortiment führen, zu uns geschickt wurde, wurde uns die Retoure samt Versandkosten vom Konto eingezogen. Wir überlegen, nun rechtliche Schritte gegen Rakuten einzuleiten…. die haben uns faktisch pleite gemacht..

  25. Nachdem ich mich von alt bekannten Verkaufplattformen los gesagt habe. (die meisten sind bezüglich der Gebühren zu teuer). Habe ich mich bei Tradoria 2009 angemeldet. Und bin seitdem ein sehr zufriedener Rakuten-Händler. Wenn man seinen Onlineshop sorgfältig plant. Dann ist der Warenhandel bei Rakuten durchweg positiv.
    1. Rakuten bietet transparente Übersicht der Gebühren. 2. Das Handling des Shops ist easy. 3. Das Design kann jeder nach ganz nach Geschmack gestalten. 4. Man muss für den Erfolg arbeiten, dann kommen auch die Kunden. Bei Fragen, bitte ich um Kontaktaufnahme per e-Mail.

  26. Vor ein paar Wochen habe ich mich nach langjährigem Werben von Tradoria und jetzt Rakuten zum Verkauf auf diesem Portal entschieden, da ich noch eine Alternative zum Verkauf auf den wichtigen Plattformen und meinem eigenen Shop gesucht habe. Mir war bewusst, dass es sich hier nicht um einen eigenen Shop, sondern um eine Shoppingplattform handelt, was ja auch nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Jedoch muß ich jetzt feststellen, daß alle SEO Maßnahmen vom „Shopbetreiber“ getätigt werden müssen, damit man einen akzeptablen Traffic erzielen kann. Das kenne ich von Amazon anders. Mir kommt es so vor als wolle man nur die Jahresbeiträge kassieren und dann für den Rest abtauchen. Da investiere ich für die SEO Maßnahmen doch lieber in meinen eigenen Shop, dort muß ich keine Provisionen bezaheln. Unter diesen Voraussetzungen ist das selbstgesteckte Ziel von Rakuten „wir wollen mittelfristig an Amazon vobeiziehen“ reines Wunschdenken.

    „Mitleid bekommt man umsonst, Neid muss ……

  27. Kommentar gelöscht. Anmerkungen des Moderators:

    Bitte hier keine pauschalen Beschimpfungen abladen oder verallgemeinerte Behauptungen aufstellen, sondern konkrete Tatsachen schildern – natürlich können auch negative Erfahrungen beschrieben werden.

    Vielen Dank
    Rainer Helmes

    Nachgefragt: Wer ist „Man“, der im Stich gelassen wird, und der nur Drohungen über Drohungen mit Inkassounternehmen bekommt? Geht es auch konkreter?

  28. Danke für Ihren Beitrag!
    Nachdem ich in 2013 noch nichts verkaufen konnte über Rakuten, kam jetzt überrasschend die Rechnung für die Grundgebühren iH von über 500,– Euro für das kommende Jahr. Allein schon dass für ein Jahr im voraus bezahlt werden muss zeigt, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Bin mir sicher dass die Tage von Rakuten gezählt sind wegen Misserfolg und unfaire Methoden. Habe auch sofort gekündigt.

  29. Hallo,

    auch wenn der Beitrag schon älter ist, so kann ich auch 2014 bestätigen, dass bei uns Rakuten zu einem totalen Rohrkrepierer geworden ist. Wir machen inzwischen nur noch einen Umsatz von ca. 35.-€ im Monat (wir handeln mit Tonerrestposten). Bei Tradoria waren es wenigstens noch ca. 1000.-€. Momentan bleiben wir noch bei Rakuten, da wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass der japanische Mutterkonzern dessen Kassen voll sind, doch noch sinnvolle Maßnahmen ergreift und den Schalter zum positiven umlegt. Allerdings sollte sich da langsam etwas bewegen. Rakuten dient uns momentan nur um Links auf unseren eigenen Shop zu generieren. Aber dafür ist es dann doch ein wenig teuer.

  30. Ich bin sowohl Händler als auch Mitglied im Partnernetzwerk von Rakuten. Eingestiegen bin ich mitte 2008, ich kann nur bestätigen, das es von Anfang an Probleme auf der Platform gab, auch als es noch Tradoria war. Es fing damit an, das ich „gebrauchten“ Cartierschmuck auf der Platform eingestellt habe. Als alles im Shop war teilte man mir mit das gebrauchte Artikel nicht verkauft werden dürfen. Super, sämtliche Arbeit umsonst.

    Anfangs gab es das Programm MyTradoria, dort hatte man die Möglichkeit einen Shop zu eröffnen ohne eigene Produkte, die Produkte konnte man sich aus dem Sortiment der Tradoria Händler zusammenstellen, der Tradoria Händler konnte in seinem Shop die Höhe der Provision selbst festlegen. Super Idee!!! Nachdem ich 5 Themenbereiche zusammengestellt hatte und für 5 Shops das Design fertig programmiert/entworfen hatte, könnt Ihr euch sicherlich denken was dann passierte, das Mytradoria Programm wurde vorübergehend eingestellt. Natürlich wurde es trotz gegenteiliger Versprechungen bis heute (April 2014) nicht wieder eingeführt. Wochen der Arbeit umsonnst.

    Dann wurde ein Tradoria eigener Webshop für Templates angekündigt, über den wir „DesignPartner“ unsere Templates verkaufen könnten. Ich bin der Aufforderung nachgekommen, fertige Designs einzureichen. Habe ca. 10 Designs entwickelt und eingereicht, mit dem Ergebnis das es noch 2 oder 3 Jahre gedauert hat bis der Templateshop eröffnet wurde. Wochenlange arbeit wieder mal umsonnst. Zum dritten mal.

    Als der Templateshop eröffnet wurde, wurde ich vorher informiert und sollte erneut Templates einreichen, die nach den neu eingeführten Richtlinien programmiert waren. Da bis zur Eröffnung nicht mehr viel Zeit war, habe ich Überstunden gemacht um bis zur Eröffnung ca. 5 Designs zu erstellen. Diese wurden mit unglaubwürdigen und lächerlichen Begründungen abgelehnt. Der Shop wurde eröffnet, ohne meine Templates.
    Ergebnis: 3 Templates einer einzigen Agentur wurden Angeboten und natürlich auch häufig verkauft. Ob der Agentur Inhaber Verwandte bei Rakuten hat war nicht eindeutig zu klären.(* siehe unten) Nach 14 Tagen hatten alle Händler die eine Designänderung wollten bereits bestellt. Ich bin wieder mal leer ausgegangen und zum 4. mal von Rakuten verarsc… !

    Dann kam die Zwangsumstellung auf die neuen Templates. Hurra! Ich hatte von Januar bis März 2013 für meine 3 Rakutenshops neue moderne Designs entwickelt. Nun sollte ich wieder auf ein neues Design wechseln? Nein Danke! Zum 5.mal soll meine Arbeit umsonnst gewesen sein.

    Aber im November wurde zwangsumgestellt, unverschämterweise wurde das neue Template einfach eingespielt, dabei gingen alle Verlinkungen zu den Inhaltsseiten verloren, von Rakuten hat es niemand für nötig gehalten diese wieder herzustellen.

    Wie idiotisch kann man sein? Kurz vor Weihnachten so eine Umstellung zu machen?

    1. sind alle Händler mit verkaufen beschäftigt
    2. wenn die Inhaltsseiten weg sind, wird man bei google und Co nicht mehr gefunden

    Rakuten hat die Händler jahrelang gedrängt SEO Maßnahmen zu ergreifen, ist ja nicht verkehrt, aber dann hinzugehen und den Content der Händler zu klauen und als eigenen auszuweisen, so das die Händlerseiten als doppelter Content gewertet werden und folglich bei Google schlechter positioniert oder gar nicht mehr erscheinen, grenzt an bodenlose Unverschämtheit. Plötzlich wurde Rakuten mit meinen Produkten noch vor mir gelistet. Über Weihnachten nicht ein Verkauf!

    Eigentlich wollte ich mich auf den Verkauf von Produkten konzentrieren und mir nicht eine Beschäftigungsmaßnahme bei Rakuten kaufen.

    95% der Verkäufe wurden über meinen Shop generiert und nur 5% kamen von der Platform. Warum?

    Ganz einfach, da ich mich mit SEO auskenne kann ich mit Sicherheit sagen, daß Rakuten keine Optimierung für die Verkaufsplatform betrieben hat, sondern nur Begriffe mit denen man neue Shopbetreiber werben kann optimiert hat und wir doofen Händler haben das unterstützt, denn in jedem Template stand ein solcher SEO-Link.

    Das Shopsystem ist eigentlich ganz brauchbar, wer aber keine Ahnung von SEO hat, sollte nicht auf Rakuten setzen, sondern lieber zu EBAY gehen, denn dort kommen die Kunden von selbst, bei Rakuten nicht!

    Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, aber ich habe schon genug Zeit mit Rakuten verschwendet, lieber konzentriere ich mich auf mein Geschäft, welches bis ich zu Rakuten ging, gut lief. Leider hat Rakuten mich davon abgehalten, mit meinem eigenen Shop Geld zu verdienen, ich bin jedoch selber Schuld, weil ich mich immer wieder habe vertrösten lassen.

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