Domus Apart hat seine Pforten

am 6. September 2014 endgültig geschlossen. An diesem Tag ist das Server-Zertifikat für ihreinkauf.domusapart.de abgelaufen, das wir bewusst nicht verlängert haben; denn auch nach Bekanntgabe des Abverkaufes hat sich die Zahl der Besucher unserer Shop-Seite nicht wesentlich erhöht.

Der Abschied vom Shop ist uns nicht leichtgefallen, obwohl er von langer Hand vorbereitet war.

Es war  eine wirtschaftliche Entscheidung: Wenn auch nicht von Anfang an so geplant, war Domus Apart zuletzt ein interessantes – und lohneswertes – Experiment, um zu sehen, was im E-Commerce geht, und was nicht.

Wir haben bewusst auf bezahlte Google-Werbung mit Adwords und Product Listing Ads verzichtet. Erwartungsgemäß verzeichneten wir seit Mitte 2013 einen rapiden Besucherrückgang – zu diesem Zeitpunkt wurde das ehemals kostenlose Google-Shopping kostenpflichtig und die Preise sind explodiert.

Denn es gilt, wer im Internet gefunden werden will, kommt an Google-Anzeigen nicht vorbei. Aber Achtung: diese Kampagnen erfordern viel Erfahrung und viel Zeit; und die Kosten übersteigen sehr schnell das Budget kleiner Händler.

Rechnen kann sich ein Google-Engagement allerdings für kleine Shops, die ausgesuchte Nischenmärkte mit exklusiven Produkten – im Idealfall mit eigenen Handelsmarken – bedienen können.

Rainer Helmes

PS: Unser Abverkauf erfolgt noch bis Ende November 2014 über Yatego: http://www.domusapart.yatego.com/

PPS: Domus Apart ist tot, es lebe Domus Apart!

 

Planung der Online-Werbe-Kampagnen mit Google Adplanner

Mein heutiger Lesetipp hat weniger mit eCommerce im Speziellen als vielmehr mit der Internet-Medien-Nutzung – bzw. der Mediaplanung – im Allgemeinen zun tun: Mediaplanungstool Google Ad Planner steht jetzt allen zur Verfügung.

Diese Software soll Werbetreibende bei der Planung und Durchführung von Online-Werbe-Kampagnen unterstützen. Media-Daten von Werbepartnern können überprüft werden, und man erhält Daten, um Internetauftritte zu analysieren und zu vergleichen …

Nach der Testphase stellt Google nun seinen Adplanner der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung – Google Ad Planner: new features, available to everyone.

[ Youtube ]

Noch in der Beta-Phase hat Benedikt Köhler das Tool getestet und mit den Zahlen der AGOF verglichen.

Eyetrackung zur Untersuchung der Google Nutzung

Die Google-Suche ist der Quasi-Standard, wenn es darum geht, ein Produkt oder eine Dienstleistung im Internet zu finden.

Mit der Blickbewegungsregistrierung will Think Eyetracking genau die Stellen finden, die dem Google-Nutzer besonders ins Auge springen.

Eine vergleichende Untersuchung zeigt eine deutliche Verschiebung seit 2005.

google-eyetracking-002

Die Kernaussage ist, dass die ersten drei Treffer nahezu die gesamte Aufmerksamkeit erhalten – Rang 6 ist bereits nicht mehr gut.

Nun, sehr repräsentativ ist diese Untersuchung mit 30 Probanden sicher nicht; es lässt sich allerdings ein Trend ableiten; und dieser Trend wird von weiteren Untersuchungen und Studien bestätigt.

In diesem Zusammenhang ist auch diese Untersuchung aus dem Jahre 2007 interessant: Just Looking or Keen to Buy? Eyetracking has the Answer (mit PDF).

Langer Text, kurzer Sinn: nach dieser Einleitung komme ich nun zu meinem heutigen Lesetipp: Warum auch Sie unbedingt eine Keywordliste brauchen.

Verstößt Google mit der Bildersuche gegen das Urheberrecht?

Zwei Comic-Zeichner meinen, dass dem so sei; und sie erhalten in erster Instanz Recht.

googleimagesearch03Das Landgericht Hamburg urteilt, dass Google gegen den Willen des Rechteinhabers keine Vorschaubilder in den Suchergebnissen anzeigen darf (Az. 308 O 42/06 u.a).

Gehört damit die Bildersuche bald der Vergangenheit an?

Nebenstehende Abbildung zeigt einen Abriss der Suchergebnisse nach der Eingabe blomus keilbach domus apart.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Google will in Berufung gehen und evtl. auch den Bundesgerichtshof (BGH) anrufen.

Ein Kommentar von RA Dennis Sevriens: Google Bildersuche – Verstoß gegen Urheberrecht?

heise online: LG Hamburg: Googles Bildersuche ist urheberrechtswidrig

Nachtrag 17.10.2008:
heise online: Gericht begründet Bildersucheverbot gegen Google