OXID wird Open Source

Ein Schritt, den ich schon hier begrüßt habe. Nun äußert sich Roland Fesenmayr – Vorstandsvorsitzender OXID eSales AG – zu den Chancen und Risiken bei den Kollegen vom shopbetreiber-blog:

„Wir sind davon überzeugt, dass eine kommerzielle Open Source Strategie mittlerweile der bessere Weg ist, Enterprise Software zu entwickeln und zu vertreiben. Keine Frage, mit der Freigabe der Shopversion 4 unter der GPLv3 geben wir der Community etwas Wertvolles. Wir sind aber überzeugt, dass wir gemeinsam mit Entwicklern und Shopbetreibern weltweit eine lebendige und intensive Partnerschaft aufbauen können, die am Ende zu noch höherer Entwicklungsgeschwindigkeit und Softwarequalität führen wird. Davon profitieren am Ende alle.“ Roland Fesenmayr

Lesetipp: Exklusiv-Interview mit Oxid-CEO Roland Fesenmayr zur Umstellung auf Open Source

Online Shop mit Open Source Software oder mit proprietärer Software?

Zugegeben, als überzeugter und langjähriger Anhänger der freien Software stellt sich mir diese Frage nicht; ich gehöre der Fraktion der OSS Befürworter an.

Und ich freue mich, dass auch OXID die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Mit OXID eShop Community Edition betritt ein ernst zu nehmender Wettbewerber die Open Source Bühne. Dieser Wettbewerb kann auch nur der Weiterentwicklung von osCommerce – mit den Ablegern xt:Commerce und ZenCart – sowie von Magento u.a.m. dienlich sein.

Eine – auch aus meiner Sicht – sehr wahrscheinliche Entwicklung deutet Jochen Krisch in seinem Blog ExcitingCommercean:

Schon seit geraumer Zeit arbeitet Oxid an einem Strategiewechsel und setzt erlösseitig zunehmend auf Oxid eFire, ein Paket von nützlichen Zusatzservices, die Oxid-Händler aufgrund von Rahmenverträgen vergleichsweise kostengünstig und einfach zuschalten (und steuern) können. (…) und man muss kein Prophet sein, dass die Servicepakete irgendwann einmal auch Nicht-Oxid-Händlern zur Verfügung stehen werden. (Jochen Krisch)

Wenn das so kommt, werden wir Oxid eFire sicher auch mit Domus Apart testen.

OXID eShop 4 ist das Ergebnis einer zweijähriger Entwicklungszeit und soll folgende Verbesserungen aufweisen:

  • Bis zu 3-mal schneller als die Vorgängerversion
  • Schlankerer Code, bessere Erweiterbarkeit
  • Suchmaschinenoptimierung nach neuestem Stand der Technik
  • Social Features (Bewertungen und Rezensionen, Wunschlisten, tag-clouds, rich-media toolbar etc.)
  • Anbindung an OXID eFire (eBay, FactFinder, Webmiles, PayPal, Produkt- und Preissuchmaschinen etc.)
  • Optimiert hinsichtlich Robustheit, Verfügbarkeit und Sicherheit
  • Vorzertifiziert für „Trusted Shop“-Gütesiegel

aus der openPR-Pressemitteilung vom 30.10.2008

Roland Fesenmayr – Vorstandsvorsitzender OXID eSales AG – gegenüber internet world business:

Mit der heutigen Veröffentlichung unserer Shop-Lösung unter OpenSource-Lizenz schlagen wir ein neues Kapitel in unserer
Unternehmensgeschichte auf.
(Roland Fesenmayr)

Ich wünsche viel Erfolg!

Mit IntegratedCOWOA gegen den Bestellabbruch.

Ein kleiner Nachtrag bzw. eine Ergänzung zum Thema Usability.

Jeder Online-Händler kennt das: ’stehengelassene‘ Warenkörbe. Die Gründe sind vielfältig. Der Kunde testet, ob er auf Rechnung zahlen kann oder welche Zahlungsarten überhaupt angeboten werden … oder … oder …

Ein häufiger Grund für unvermittelte Bestellabbrüche ist allerdings auch ein komplizierter, unübersichtlicher und zu langer Bestellprozess.

Aber bricht ein Kunde einen Bestellprozess gleich deshalb ab, weil er an anderer Stelle einen Klick weniger bis zum Abschluss benötigt. Sicherlich nicht; wenn er weiß, wieviele Schritte er noch vor sich hat.

Hier zahlt sich nach meiner Erfahrung eine übersichtliche Fortschrittsanzeige aus, so dass der Kunde in jeder Phase des Bestellvorgangs weiß, wo er sich in dem Gesamtprozess gerade befindet und wie es weitergeht.

Für Zen-Cart-Shops bietet sich das Modul mit dem schönen Namen ‚IntegratedCOWOA‚ an. Ich habe es gerade installiert.

Account03

COWOA steht für ‚checkout without account‘ – also für einen Bestellprozess ohne Kundenkonto.

Somit wird gleich ein weiteres ‚Abbruchrisiko‘ ausgeschaltet – die ‚leidige Pflicht‘, ein Kundenkonto zu eröffnen.

Das Kundenkonto ist keine schlechte Sache! Auch nicht aus Kundensicht! Ganz im Gegenteil, aber ich verstehe, dass viele Neukunden, die gerade ein bestimmtes Produkt bestellen wollen (- und nicht mehr und nicht weniger -), abgeschreckt werden, wenn sie sich gleich für ein Kundenkonto mit Kennwort und allem Drum und Dran registrieren sollen; nicht jeder will gleich Mitglied im Club werden …